Echt Wissenswert
Mit dem TOM e.V. gut informiert – Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, touristisches Wissen übersichtlich und informativ aufzubereiten und zur Verfügung zu stellen.
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Wissen managen

Der TOM e.V. bündelt und organisiert das touristische Wissensmanagement für den gesamten Tourismusstandort Oberbayern. Informationen zu aktuellen Tourismustrends, regionalen und überregionalen Branchenentwicklungen, Corona-Bestimmungen und vielem mehr werden über die Kommunikationskanäle des Vereins zugänglich gemacht. Das Tourismus Oberbayern Partnernetz (TOP), der Newsletter und die Social-Media-Kanäle stellten auch 2021 einen aktuellen Informationsfluss sicher. Ein abwechslungsreiches Seminar- und Schulungsangebot, angelehnt an den TOM-Referentenpool, rundete das Wissensangebot ab. 

Die Corona-Krise hat das Gastgewerbe mit voller Wucht getroffen. Aber Gastronomie und Hotellerie waren und sind keine Pandemietreiber!

Dr. Thomas Geppert, Landesgeschäftsfüher DEHOGA Bayern
Tourismus Oberbayern Partnernetz (TOP) 

Eine zentrale Funktion des Wissenstransfers spielt die B2B-Website des Vereins, das Tourismus Oberbayern Partnernetz (TOP). Dieses Portal erfuhr im Sommer 2021 im Zuge der Neuausrichtung der B2B-Kommunikation mit einem Relaunch nicht nur eine optische, sondern auch eine inhaltliche und technische Aufwertung. Die Website informiert über wichtige Entwicklungen in den Destinationen, über Personalia und offene Stellen, und sie stellt neue Konzepte, Kampagnen und Strategien vor. Aber nicht nur harte Fakten sind hier zu finden, sondern auch Geschichten, die Mut machen und dem Tourismus ein Gesicht und mehr Gewicht geben sollen. Weiterhin werden Hintergrund- und Service-Infos für die oberbayerischen Touristiker präsentiert, darunter Positionspapiere, Presseinfos, Schulungsangebote, der Referentenpool und vieles mehr. Der Mitgliederbereich wurde optimiert und zeigt nun die Vorteile einer Mitgliedschaft wie exklusive Datenaufbereitung, Beteiligungsangebote und Sonderkonditionen auf einen Blick. 

Mehrwerte des TOP auf einen Blick: 
  • Newsfeed mit Meldungen aus der Tourismusbranche 
  • Statistiken & Studien 
  • Workshops & Weiterbildungen
  • Stellenmarkt Oberbayern 
  • Mitgliederbereich mit Beteiligungsangeboten 
  • Exklusives Infomaterial für touristische Lobbyarbeit 
  • TOM-Referentenpool 
  • übersichtlicher Eventkalender 
  • Ausflugsticker Oberbayern 
  • Pressebereich & Bilddatenbank 

Weiterbildungsprogramm 

Dem Wissensmanagement kam auch in diesem Jahr eine große Bedeutung zu, was sich in zahlreichen Web-Seminaren, Workshops und Informationsveranstaltungen widerspiegelte. Aufgrund der Corona-Einschränkungen nutzten viele oberbayerische Tourismuspartner das Weiterbildungsprogramm des TOM e.V. umso stärker, um Wissenslücken zu schließen, ihr Know-how zu erweitern oder sich über die aktuelle Corona-Situation zu informieren. Besonders hervorzuheben sind die Seminare im Rahmen des Projektes „Oberbayern – Echt Digital“, die vor allem für oberbayerische Gastgeberbetriebe konzipiert sind. 

17
Web-Seminare
für Partner und Mitglieder im Jahre 2021
125
Teilnehmer
durchschnittlich
868
Teilnehmer
beim Seminar „Aktuelle Rechtslage Coronavirus“ mit Rechtsanwalt Florian Dukic

Insgesamt wurden im Jahr 2021 für Partner und Mitglieder 17 Web-Seminare mit durchschnittlich 125 Teilnehmern durchgeführt – eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Den meisten Zuspruch fand das Seminar „Aktuelle Rechtslage Coronavirus“ mit Rechtsanwalt Florian Dukic, das sich an oberbayerische Gastgeber richtete, mit einer Rekordzahl von 868 Teilnehmern. Weitere Seminare waren beispielsweise „Hybride Veranstaltungen – gewusst was und wie?“, „Gut abgesichert im Web: Was beim Datenschutz auf der Webseite & darüber hinaus zu beachten ist“ und „Social Media Marketing: Wir brauchen einen Plan!“. Der TOM e.V. bedankt sich bei allen Partnern für die rege Beteiligung an Fortbildungen, Seminaren und die Nutzung der Wissens-Angebote. 

Referentenpool 

Eine wichtige Aufgabe für den TOM e.V. ist es, einen einheitlichen Wissenstransfer in ganz Oberbayern herzustellen und die touristischen Akteure langfristig zu qualifizieren. Dazu diente auch 2021 wieder der Referentenpool. Die oberbayerischen Tourismuspartner können aus 56 Themengebieten kompetente und praxisnahe Referenten für Veranstaltungen, Web-Seminare, Schulungen oder Weiterbildungen auswählen und daraus eigene, regionale Schulungsprogramme ableiten. 

Für diese Themenbereiche stehen Referenten zur Verfügung: 
  • Nachhaltigkeit im Tourismus 
  • Datenmanagement im Tourismus 
  • Produktmanagement für Destinationen 
  • Pressearbeit 
  • Qualität & Service 
  • Kommunikation & Marketing im Tourismus 
  • Recht 
  • Fotografie, Videografie & Grafik 
  • Digitalisierung 
  • Gastgeber 

Sie wollen einen Workshop oder eine Schulung buchen? 

Die Seminare können als eintägige bzw. halbtägige Online- oder Präsenz-Workshops gebucht werden. Für Mitglieder gelten rabattierte Sonderkonditionen, die je nach Mitgliedschaftsmodell variieren. Bei Bedarf stellen wir Ihnen gerne eine Übersicht des Referentenpools zur Verfügung, welcher Mitgliedern ebenfalls exklusiv im Mitgliederbereich zur Verfügung steht, und besprechen mit Ihnen weitere Details.  

Dank der großen Reichweite vom TOM e.V. konnten die Gastgeber durch Onlineseminare effizient erreicht werden. Über das durchweg positive Feedback haben wir uns sehr gefreut, zeigt es doch, dass wir die Betriebe ein Stück weit unterstützen konnten!

Florian Dukic, Rechtsanwalt und Referent

Zwischen Normalität, Krise und Optimismus 

Schon zum Ende des Jahres 2021 zeichnete sich in den ersten Trendstudien für 2022 ab, dass die Reiselust unserer Gäste und Zielgruppen immens gestiegen ist. Nach fast zwei Jahren Pandemie war zwar noch keine Entwarnung in Sicht, aber zum einen haben die Reisenden gelernt, im Rhythmus des Virus zu leben und zu urlauben, und zum anderen zeigten Ergebnisse des ReisePuls Deutschland, dass sie die „pandemischen Faktoren“ nicht mehr in den Fokus ihrer Reiseentscheidung stellen wollten. Die Verschärfung der Krisensituation durch den Ukraine-Krieg und dessen Folgen waren zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht absehbar. Umso wichtiger bleibt es daher, dass wir weiterhin Trendanalysen und Statistiken zu Rate ziehen, um unsere Mitglieder mit wichtigen Informationen zu versorgen.  

Ein Stück Reisenormalität 

Zu Ende des Jahres 2021 und Beginn des Jahres 2022 schien es noch so, als kehrte ein Stück Reisenormalität zurück. Alle Studien zeigten eine enorme Reiselust und auch gestiegene Reisebereitschaft in der deutschen Bevölkerung. Der Anteil der Geduldigen und Ängstlichen, die zunächst das Ende der Pandemie abwarten wollten, bevor sie wieder reisen, hatte abgenommen. Die Gäste akzeptieren die „Regeln“ des Virus, kehrten damit teilweise zurück zu Pre-Corona-Verhaltensweisen, ohne die Pandemie zu leugnen. Auch auf den Auslandsmärkten zeichneten sich ähnliche Entwicklungen ab. 

Am deutlichsten trat dies zutage bei der Bewertung der reiseentscheidenden Faktoren. Im ReisePuls Deutschland 2022 (Befragung im Dezember 2021) rückten das „Wetter am Reiseziel“, der „Preis“ sowie die „Erlebnisse und Aktivitäten“ vor Ort auf die ersten drei Plätze. Eine Sonderauswertung nur für die Bayernreisenden zeigte, dass hier die „Gute Erreichbarkeit“ sich noch auf dem zweiten Platz dazwischenschob. Entscheidend ist jedoch: Ein Jahr zuvor rangierten noch der “Schutz vor Ansteckung” und “Offizielle Reisewarnungen” auf den ersten beiden Plätzen. Das offenbart: Die Angst vor der Pandemie ist raus aus den Köpfen der Menschen. Die Verbreitung der neuen Omikron-Virusvariante, die in der Mehrheit eher mildere Krankheitsverläufe auslöst, verstärkte dieses Gefühl, sodass selbst in der vergangenen Wintersaison die Rückkehr der Gäste spürbar war. 

Für 2021 hatten 24% der repräsentativ Befragten erklärt, dass sie Urlaub in Bayern gemacht hatten. Das entsprach nahezu exakt der geäußerten Reiseabsichten Prognose aus dem Jahr zuvor. Für 2022 hatten 27% ihre Absicht erklärt, nach Bayern reisen zu wollen, also noch einmal etwas mehr. Doch der Krieg in der Ukraine hat die Rahmenbedingungen erneut kurzfristig verändert. 

Auswirkungen der Krisen auf das Reisen 

Die Auswirkungen des Krieges sind derzeit noch nicht in Gänze abzusehen. Dabei sind sowohl psychologische Faktoren als auch monetäre zu berücksichtigen. So hat sich die Inflationsrate infolge des Krieges enorm erhöht, was sich unmittelbar auf die Budgets unserer potenziellen Gäste auswirkt. Zwar zeigten hier ebenfalls alle Studien, dass die Reisekassen nach der Reisezurückhaltung in der Pandemie gut gefüllt sind, aber: Die derzeit nicht absehbaren Folgen des Krieges werden bei den Reisenden möglicherweise Spuren hinterlassen. 

Auf psychologischer Ebene haben sie das schon. Eine aktuelle repräsentative Befragung des ReisePuls Deutschland aus dem April 2022 zeigt: Fast die Hälfte der Bevölkerung (47%) stimmt der Aussage zu, dass es ihnen in Kriegs- und Krisenzeiten Unbehagen bereitet zu reisen und es bei ihnen ein schlechtes Gewissen auslöst. Daraus kann zwar keine unmittelbare Reisezurückhaltung abgelesen werden, aber es gilt weiterhin, diese Entwicklungen gut zu beobachten und eventuell auch in der Kommunikation zu berücksichtigen.  

Grund zum Optimismus 

Die Osterferien 2022 haben bereits gezeigt, dass zunächst weiterhin Grund zum Optimismus besteht. Die Rückkehr der Reisenden in die bayerischen Destinationen bestätigte den grundlegenden Aufwärtstrend. Allerdings hat die sich beschleunigende Inflation selbstverständlich auch Folgen für die Betriebe in Bayern, die z.B. mit höheren Kosten für Energie und Lebensmitteln kalkulieren müssen. Nicht immer können diese Kosten schnell an die Gäste weitergegeben werden. 

Für den Sommer ist derzeit jedoch noch von einer starken Nachfrage nach Bayernreisen auszugehen. So zeigen die Befragungen auch: Oberbayern hat seine Stärken gerade in den Erlebnissen, die derzeit von den Gästen stark nachgefragt werden. Auch in 2022 suchen die Gäste vor allem Naturnähe. Die Pandemie wirkt hier weiter nach. Und: Familien sind in 2022 eine besonders dankbare Zielgruppe. Gerade in dieser Gruppe hat die Pandemie Spuren hinterlassen, die sich in einer gesteigerten Reiselust und Reisebereitschaft niederschlagen. 

Sollte sich im Spätherbst ein Wiederaufflammen der Pandemie abzeichnen, ist davon auszugehen, dass die Gäste erneut routinierter mit der Situation umgehen und sich nicht abschrecken lassen. Hier können sich eher aus gesetzgeberischen Eingriffen erneute Beeinträchtigungen ergeben.  

Für Marketingmaßnahmen sehen wir daher zwar immer noch keine vollständige Rückkehr zur Normalität, sondern weiterhin saisonal und quellgebietsorientierte, flexible Anpassungen als notwendig an. Jedoch auf höherem Niveau als in den kritischen Phasen der Pandemie. Sinnvoll sind in jedem Fall Investitionen in und kreative Ideen für neue Produkt- und Erlebnisangebote, die auf die Befindlichkeiten der Zielgruppen in Krisenzeiten reagieren.  


Hier geht’s zum Bereich Daten Fakten Marktforschung im Tourismus Oberbayern Partnernetz


Ihre Ansprechpartnerin
Sarah Lulay
Projektmanagerin
sarah.lulay@oberbayern.de
+49 89 63 89 58 79-13
Projektmanagerin